Regenerative Energien

Zielsetzung des Landes NRW

Die NRW-Landesregierung setzt zur Erreichung der Klimaschutzziele auf einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien sowie eine Steigerung der Energieeffizienz und Verbesserung des Energiesparens. Zahlreiche Maßnahmen wurden bereits in die Wege geleitet, um den Windstromanteil bis 2020 auf 15 Prozent zu steigern und die regenerative Stromversorgung bis 2025 auf mindestens 30 Prozent zu erhöhen.

Die erneuerbaren Energien in Nordrhein-Westfalen sind im Aufwind. Neben der Nutzung und dem Ausbau erneuerbarer Energien ist die Zahl der Arbeitsplätze deutlich gestiegen. Die gesamte Entwicklung der Regenerativen Energiewirtschaft in NRW wird nach dem vom IWR entwickelten SLAM-Ansatz analysiert. Dieses standardisierte Verfahren und Instrument zur ganzheitlichen Analyse, Bewertung und Steuerung der Assets bzw. Kernkompetenzen von Standorten, Regionen und Ländern für unterschiedliche Branchen umfasst die vier Kernbereiche Nutzung und Ausbau, Wirtschaft, Forschung und Bildung (s. linke Navigation).

 


 

Im Jahr 2015 hat sich der Ausbau der erneuerbaren Energien auf Bundesebene wie auch in Nordrhein-Westfalen verlangsamt. Von Januar bis Dezember 2015 wurden in NRW etwa 520 MW regenerative Kraftwerksleistung errichtet und in Betrieb genommen. Zwischen Januar und Juli 2016 haben nach den vorläufigen Daten der Bundesnetzagentur (BNetzA) Wind-, PV- und Biomasse-Anlagen mit einer Leistung von etwa 351 MW den Betrieb aufgenommen.

 

EE-Zubau, Gesamtleistung und Stromerzeugung in NRW
 Jan - Juli 2016 1 2015 120142013201220112010
Zubau NRW (MW)
  520
  638 959 1.119 1.050
   davon Wind 282 382  307  240  142 164  95
   davon Bio 8 7   26 20 102 53
   davon PV 61 133  204  371  796  851  902
   davon Wasser   1    1  1  2  0
Gesamt NRW (MW)       8.641 8.012 7.056 5.957
   davon Wind   rd. 4.090 3.683 3.420 3.188 3.053 2.908
   davon Bio       1.009 983 963 861
   davon PV   rd. 4.360 4.224 4.020 3.650 2.850 2.000
   davon Wasser       192 191 190 188
Stromerzeugung (Mrd. kWh)        15,0 14,1 12,9 10,5
   davon Wind     5,44 5,04 5,16  5,15  3,93
   davon Bio       5,93 5,43 5,10 4,81
   davon PV     3,71 3,45 2,92 2,18 1,20
   davon Wasser       0,58 0,58 0,50 0,57
               

1 = Datenbasis 2016, 2015: BNetzA, Zubau = Inbetriebnahme

Daten: IWR, BNetzA, Büro für Wasserkraft, Ing.-Büro Floecksmühle, BSW

 


 

icon statistiken Statistik EU, Bund und NRW

EE-Entwicklung: Stromerzeugung bis 2015

In der EU haben die erneuerbaren Energien 2014 etwa 900 Mrd. kWh Strom erzeugt, 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der größte regenerative Stromlieferant ist die Wasserkraft, gefolgt von der Wind- und Bioenergie sowie der Photovoltaik auf den Rängen zwei bis vier. Die regenerative Strommenge in Deutschland stieg im Jahr 2015 gestützt durch ein gutes Windjahr um 21 Prozent auf 196 Mrd. kWh an. Die ertragsstärkste erneuerbare Stromquelle in der Bundesrepublik ist die Windenergie, gefolgt von der Bioenergie und der Photovoltaik. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft ist in Deutschland aufgrund geographischer Gegebenheiten begrenzt. Dies zeigt sich auch in Nordrhein-Westfalen, wo die Wasserkraft nur einen verhältnismäßig geringen Anteil an der regenerativen Stromerzeugung hat. Die bedeutendsten regenerativen Stromlieferanten in NRW sind die Bio- und Windenergie, gefolgt von der Photovoltaik. Insgesamt wurden in NRW 2014 etwa 15,8 Mrd. kWh (ohne Grubengas) aus regenerativen Quellen erzeugt. Gegenüber dem Vorjahr 2013 entspricht das einem Zuwachs von etwa 5 Prozent.

 

Regenerative Stromerzeugung

Regenerative Stromerzeugung (Mrd. kWh)
2015 2014 2013 2012 2005
EU Bund NRW EU Bund NRW EU Bund NRW EU Bund NRW EU Bund NRW
Windenergie n.b. 79,2 6,8 253,2 57,4 5,3 236,8 51,7 5,0 206,0 50,7 5,2 70,5 27,2 2,8
Biomasse gesamt n.b. 50,3 6,4 166,8 48,3 6,5 157,3 45,5 5,9 148,5 43,2 5,4 69,9 14,4 2,5
davon feste Biomasse n.b. 11,0 1,5 85,9 10,8 1,7 81,8 10,6 1,6 80,1 10,7 1,5 43,6 7,1 0,7
davon Biogas n.b. 31,3 2,6 56,7 29,3 2,4 53,1 27,5 2,2 46,4 25,5 1,9 12,8 1,7 0,3
davon biog. Abfall n.b. 5,8 1,6 19,4 6,1 1,7 18,1 5,4 1,5 18,4 5,0 1,4 11,7 3,3 1,0
davon flüssige Biomasse n.b. 0,4 0,2 4,8 0,3 0,1 4,3 0,3 0,2 3,6 0,2 0,1 1,8 0,1 n.b.
davon Klärgas n.b. 1,4 0,4 n.b. 1,3 0,3 n.b. 1,3 0,3 n.b. 1,3 0,3 n.b. 1,1 0,2
davon Deponiegas n.b. 0,4 0,2 n.b. 0,4 0,3 n.b. 0,5 0,1 n.b. 0,5 0,2 n.b. 1,1 0,3
Wasserkraft n.b. 19,0 0,3 375,5 19,6 0,5 372,0 23,0 0,6 336,3 22,1 0,6 313,4 19,6 0,5
Photovoltaik n.b. 38,7 3,8 92,3 36,1 3,5 80,9 31,0 3,5 67,4 26,4 2,9 1,5 1,3 0,1
Tiefengeothermie n.b. 0,1 n.b. 6,2 0,1 n.b. 5,9 0,1 n.b. 5,8 0,0 n.b. 5,4 0,0 n.b.
Solarthermische Kraftwerke n.b. n.b. n.b. 5,5 n.b. n.b. 4,8 n.b. n.b. 3,8 n.b. n.b. 0,0 n.b. n.b.
Gesamt Regenerative Stromerzeugung n.b. 187,4 17,3 899,5 161,4 15,8 857,7 151,3 15,0 767,8 142,4 14,1 460,7 62,5 6,0
Grubengas n.b. n.b. 0,8 n.b. 1,1 0,8 n.b. 1,2 0,9 n.b. 1,2 0,8 n.b. 1,3 1,1
EE-Strom gesamt (inkl. Grubengas) n.b. 187,4 18,1 899,5 162,6 16,7 857,7 152,6 15,9 767,8 143,5 14,9 460,7 63,8 7,1

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    1. Datenquellen und Anmerkungen

    Europa:
    Quelle: Eurostat

    Bund:
    Quelle: BMWi, AGEE-Stat, BDEW, GVSt

    NRW:
    2014: vorläufig
    Quelle: IWR, Bezirksregierung Arnsberg, IT.NRW

    2. Allgemeine Hinweise zu den Statistiken

    Die Daten und Informationen des Internetangebotes www.energiestatistik-nrw.de repräsentieren den aktuellen Datenstand vom 25.06.2017 und wurden vom IWR mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und zusammengestellt. Für die regionale Differenzierung von EU-, Bundes- und NRW-Daten werden im Rahmen des Angebotes nur solche Statistiken berücksichtigt, die auf vergleichbaren statistischen Verfahrensansätzen und Erfassungskreisen basieren und somit eine hinreichend genaue Vergleichbarkeit der verschiedenen Regionalebenen ermöglichen. Gleichwohl weisen wir darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Richtigkeit der in dem Angebot erfassten Informationen übernehmen können. Insbesondere durch rückwirkende Anpassungen von Statistiken durch die Herausgeber können sich auch für weit zurückliegende Zeiträume Änderungen ergeben.

     

    Alle Zeitangaben anzeigen
    Bestimmte Zeitangaben:
    1995
    1996
    1997
    1998
    1999
    2000
    2001
    2002
    2003
    2004
    2005
    2006
    2007
    2008
    2009
    2010
    2011
    2012
    2013
    2014
    2015


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    Bestimmte Regionen:
    EU
    Deutschland
    NRW


     

    Regenerative Stromerzeugung nach Bundesländern

    Im bundesweiten Ranking der regenerativen Stromerzeugung liegt NRW mit einer Stromproduktion von etwa 15,8 Mrd. kWh (ohne Grubengas) im Jahr 2014 hinter Bayern und dem Windland Niedersachsen auf dem dritten Rang.

     

    Stromerzeugung aus regenerativen Energien in den Bundesländern (Mrd. kWh)
     201420132012
    Bayern 31,9 31,8  30,4
    Niedersachsen 26,2 24,3  23,3
    Nordrhein-Westfalen 15,8 15,0  14,1
    Baden-Württemberg keine Daten 14,7  13,2
    Schleswig-Holstein 12,2 10,7  10,4
    Sachsen-Anhalt 11,0 10,3  10,0
    Mecklenburg-Vorpommern 7,8 6,8  6,1
    Rheinland-Pfalz keine Daten 6,8  5,9
    Sachsen keine Daten 4,7  4,4
    Hessen keine Daten keine Daten  4,3
    Thüringen keine Daten 4,4  3,9
    Saarland keine Daten 0,7  0,7
    Bremen 0,8 0,8  0,6
    Hamburg 0,5 0,4  0,4
    Brandenburg keine Daten 13,2 keine Daten
    Berlin keine Daten 0,3 keine Daten
    1. Datenquellen und Anmerkungen

    Quelle: Landesministerien, statistische Landesämter, LAK Energiebilanzen, IWR

    2. Allgemeine Hinweise zu den Statistiken

    Die Daten und Informationen des Internetangebotes www.energiestatistik-nrw.de repräsentieren den aktuellen Datenstand und wurden vom IWR mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und zusammengestellt. Für die regionale Differenzierung von EU-, Bundes- und NRW-Daten werden im Rahmen des Angebotes nur solche Statistiken berücksichtigt, die auf vergleichbaren statistischen Verfahrensansätzen und Erfassungskreisen basieren und somit eine hinreichend genaue Vergleichbarkeit der verschiedenen Regionalebenen ermöglichen. Gleichwohl weisen wir darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Richtigkeit der in dem Angebot erfassten Informationen übernehmen können. Insbesondere durch rückwirkende Anpassungen von Statistiken durch die Herausgeber können sich auch für weit zurückliegende Zeiträume Änderungen ergeben.