PV-Ausbau in Deutschland bricht ein – NRW bleibt stabil

Münster – Bereits im Jahr 2015 ist der Photovoltaik-Zubau in Deutschland deutlich zurückgegangen. Dieser Trend setzt sich auf Bundesebene auch in den ersten vier Monaten des Jahres 2016 weiter fort. In NRW bleiben die Neuinbetriebnahmen stabil. Im Bundesländerranking liegt NRW hinter Bayern auf dem zweiten Rang.

PV-Zubau in Deutschland geht um 40 Prozent zurück

Von Januar bis April wurden in Deutschland insgesamt PV-Anlagen mit einer Leistung von etwa 228 MWp neu in Betrieb genommen. Im Vergleich zum bereits schwachen Vorjahr 2015 (396 MWp) entspricht das einem Rückgang um über 40 Prozent. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Daten der Bundesnetzagentur. Der PV-Ausbau in Deutschland verliert damit weiter an Dynamik. Bezogen auf das Gesamtjahr könnte die in Deutschland neu in Betrieb genommene PV-Leistung bei unter 1.000 MW bleiben (2015: 1.400 MW). Das wäre der niedrigste Wert seit dem Jahr 2007. Der Zubaukorridor der Bundesregierung von 2.500 MWp würde damit wie im Vorjahr deutlich unterschritten.

PV-Zubau: NRW im Bundesländerranking auf Platz zwei

Während die neu in Betrieb genommene PV-Leistung sich in vielen Bundesländern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich reduziert hat, bleibt der NRW-Wert mit 33,8 MWp in den ersten vier Monaten annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (2015: 38,4 MWp). Im Bundesländerranking steigt NRW damit auf Rang zwei auf, hinter Bayern (35,3 MWp). Danach folgen Baden-Württemberg (27,7 MWp), Brandenburg (26,3 MWp) und Sachsen (21,4 MWp).

Weitere Infos zum Thema:

PV-Nutzung in NRW – Status quo und Entwicklung

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016



Quelle: IWR Online, 24.06.2016